Europa

60 Jahre Römische Verträge – Herzlichen Glückwunsch

Die Europäische Union blickt auf eine turbulente Zeit in den vergangenen 60 Jahren zurück. Gleichzeitig sind die historischen Fortschritte für die Menschen der Nachkriegszeit ein Glücksfall: Freiheit, Frieden, Toleranz und Solidarität, gute Nachbarschaft ohne Grenzen, erklären Axel Schäfer und Norbert Spinrath.

„Die überwältigende Mehrheit der Menschen fühlt sich heute als Europäerinnen und Europäer, ohne darin einen Gegensatz zu ihrer Nationalität zu sehen. Ihnen geht es nicht nur um materielle, sondern auch um ideelle Werte. Daher lautet das Motto der Europäischen Union auch zurecht „in Vielfalt geeint“.

Immer wieder müssen wir daher auch deutlich machen, dass die europäische Dimension kein Zusatz für nationale Politik ist. Die europäische Gemeinschaft muss auf die Krisen unserer Zeit Antworten finden. Auch dafür bietet das Jubiläum einen Anlass. In Zeiten von wachsendem Rechtspopulismus und Nationalismus in vielen Mitgliedstaaten der EU ist es essentiell, dass die Menschen Europa wieder vor Ort spüren. Daher sollte der Fokus insbesondere auf ein soziales Europa gelegt werden. Die EU muss ihr Wohlstandsversprechen endlich für alle einlösen.

Wir begrüßen, dass sich seit einigen Wochen viele Menschen in Europa aktiv zu dem europäischen Geist bekennen. Insbesondere die Jugend geht dabei mutig voran. Auch wir müssen nun Mut zeigen und die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen, die Europäische Union in die Lage zu versetzen bei den Herausforderungen der Zukunft handlungsfähig zu bleiben. Wir müssen Perspektiven für die Jugend überall in Europa schaffen und uns für konkrete Maßnahmen, wie die Einführung eines europäischen Mindestlohns, einsetzen. Auch 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge lohnt es sich für Europa zu streiten. Wir alle sind Europa.“

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