Dirk Heidenblut

Nach Vorlage der Pflegestudien jetzt die nächste Stufe Pflegestärkung zünden!

Copyright: Uwe Faltmeier

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„Jetzt heißt es schnell die gesetzlichen und formalen Voraussetzungen zu schaffen, damit ab 2017 eine gerechtere Begutachtung in der Pflege, vor allem aber gerade eine vernünftige Einbeziehung von demenziell Erkrankten möglich sein wird“,  findet Dirk Heidenblut, SPD  Bundestagsabgeordneter, der die grundsätzlich positiven Ergebnisse der Gutachten sehr begrüßt. Mit dem Pflegestärkungsgesetz 1 waren diese Gutachten auf den Weg gebracht worden. Sie sollten insbesondere ein neues Begutachtungssystem bewerten, das künftig in 5 Pflegegraden (statt bisher drei Pflegestufen), die individuellen Bedürfnisse der zu Pflegenden besser erfassen soll.

 „Wir werden mit der jetzt anstehenden Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ein völliges Umdenken in der Pflege, nicht nur bei der Begutachtung, bewirken“, freut sich der Gesundheitspolitiker. Aus seiner Sicht sind 18 Monate als Vorlauf schon ambitioniert. Neben den vielen notwendigen noch zu schaffenden, formalen Voraussetzungen, müssen auch die Gutachter geschult und die Betroffenen über die Neuerungen informiert werden. Künftig sollen in der Begutachtung von Pflegebedürftigen Einschränkungen der Wahrnehmung oder des Denkens, körperliche Probleme und psychische Erkrankungen gleichberechtigt berücksichtigt werden. „Das wird vor allem Pflegebedürftigen etwa mit Demenz und natürlich auch den Pflegenden klare Vorteile bringen“, ist sich Dirk Heidenblut sicher. In der Praktikabilitätsstudie wurden rund 1.700 Pflegebedürftige, darunter auch 300 zu pflegende Kinder, nach den neuen Graden eingestuft. „Gerade die Berücksichtigung von Kindern war wichtig, um deren besonderen Bedürfnisse im neuen System vernünftig abbilden zu können“, weiß der Abgeordnete, der in den Studien zugleich eine gute Basis für künftige Evaluationen sieht.

„Die Koalition wird mit einer Änderung zum entsprechenden Sozialgesetzbuch die Vorbereitung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs noch vor der Sommerpause verbindlich anschieben, so kann der Zeitplan eingehalten werden“, stellt Dirk Heidenblut abschließend fest.

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