84

90 Jahre Friedrich-Ebert-Stiftung

Axel-Schaefer-braunervon Axel Schäfer MdB

Die Friedrich-Ebert-Stiftung feiert heute ihren 90. Geburtstag. Damit ist sie die traditionsreichste politische Stiftung in Deutschland. Sie wurde 1925, kurz nach dem Tod des ersten Reichspräsidenten der jungen Republik, gegründet.

Friedrich Ebert starb am 28. Februar 1925 im Alter von nur 54 Jahren. Sein Tod war nicht nur ein Schock für die SPD, sondern für alle freiheitlichen Kräfte in Deutschland. Sein berühmter Ausspruch „Demokratie braucht Demokraten“ prägt seit Beginn die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung. Genauso wie die bittere Einsicht, dass es in der Weimarer Zeit nicht gelungen war, die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger von den Grundwerten der Republik zu überzeugen.

Friedrich Ebert, ein gelernter Handwerker, wurde als erster Sozialdemokrat in das höchste Staatsamt gewählt. Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen regte er deshalb an, eine Stiftung mit dem Ziel zu gründen, jungen Menschen unabhängig von der materiellen Situation der Eltern den Zugang zu Bildung und Hochschulbildung zu ermöglichen. Zudem waren für ihn die Förderung der politischen und gesellschaftlichen Bildung von Menschen aus allen Lebensbereichen, sowie die internationale Verständigung und Zusammenarbeit zentrale Aufgaben der Sozialdemokratie.

Copyright: Susanne Noé / FES

Copyright: Susanne Noé / FES

Die Friedrich-Ebert-Stiftung – von den Nationalsozialisten 1933 verboten und dann 1947 wiederbegründet – lässt sich von diesen Zielen mit ihren umfangreichen Aktivitäten diese Ziele bis heute leiten. Als Institution ist sie den universellen Ideen der sozialen Demokratie verpflichtet.

Deshalb gratuliere ich ganz herzlich zu 90 Jahren erfolgreicher Arbeit und freue mich auch in Zukunft an der Arbeit der Friedrich Ebert Stiftung mitwirken zu können.

Drucken