Blienert-Doermann

Vorhang auf für die 65. Berlinale

Blienert-DoermannDie Berlinale wird ihrem Ruf, ein politisches Filmfestival zu sein, auch dieses Jahr wieder gerecht. Und sie bleibt ihrem Anspruch treu, das weltweit wichtigste Publikumsfestival zu sein. Angesichts der vielen cineastisch und politisch anspruchsvollen Filme im Programm macht die Berlinale mit ihrem Intendanten Dieter Kosslick auch dieses Jahr wieder Berlin für knapp zwei Wochen zum internationalen Filmmittelpunkt, erklären Martin Dörmann und Burkhard Blienert.

„Ab heute ist Berlin elf Tage lang Mittelpunkt der Filmwelt. Dabei geht es nicht nur um Stars und rote Teppiche. Beim weltweit größten Publikumsfilmfestival können Kinobegeisterte das aktuelle Filmschaffen aus aller Welt auf der großen Leinwand erleben. Die Zahlen beeindrucken: In 61 Kinosälen der Stadt – vom Kiez-Kino bis zum Multiplex – sind 441 Filme zu sehen. Im vergangenen Jahr fanden sie weit über 300.000 zahlende Zuschauer.

Die Berlinale steht für Vielfalt und den politischen Film. So ist in diesem Jahr der iranische Regisseur Jafar Panahi mit seinem Film „Taxi“ im Wettbewerb vertreten. Dem in seiner Heimat politisch verfolgten Panahi wurde ein 20-jähriges Berufs- und Ausreiseverbot auferlegt. Seine Teilnahme ist ein wichtiges Zeichen angesichts weltweit zunehmend bedrohter Kunst- und Meinungsfreiheit. Aus deutscher Sicht besonders erfreulich: Drei deutsche Filme konkurrieren neben 16 anderen um den Goldenen und Silbernen Bären. Wir drücken Andreas Dresen, Oliver Hirschbiegel und Sebastian Schipper die Daumen.

Der Glanz der Berlinale strahlt in die Welt und präsentiert den starken Filmstandort Deutschland. Wir wissen um die Bedeutung der Filmwirtschaft, die ein großer Wirtschaftsfaktor ist und Beschäftigung fördert. Dass sich der Produktionsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb behauptet, verdankt er auch dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF). Deshalb begrüßt die SPD-Bundestagsfraktion es, dass Bundeswirtschaftsminister Gabriel die Kürzung des DFFF im Haushalt von Kulturstaatsministerin Grütters aus seinem Etat ausgleichen will.

Zudem freuen wir uns außerordentlich, dass uns mit Dieter Kosslick die prägende Figur der Berlinale auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt und wünschen ihm gutes Gelingen für die 65. Ausgabe. Vorhang auf.“

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