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Diskussion über die Zukunft des Humboldt-Forums steht erst am Anfang

Martin Doermann.jpgViele Fragen sind noch unbeantwortet. Unabhängig vom Gegenstand eines/r möglichen Intendanten/in kommt es wesentlich darauf an, den inhaltlichen und strukturellen Rahmen für das größte und bedeutendste Kulturprojekt der kommenden Jahre in Deutschland zu definieren, erklärt Martin Dörmann.

„Der Bundestag hat für 2015 eine Million Euro unter anderem zur Vorbereitung einer Intendanz für das Humboldt-Forum bereitgestellt. Bis das Humboldt-Forum im Berliner Schloss fertig ist, muss das inhaltliche und konzeptionelle Zusammenspiel der drei zukünftigen Nutzer vorbereitet werden. Viele Fragen sind in diesem Verhältnis noch offen.

Das Vorhaben in seiner Gesamtheit bietet die Chance, den Beitrag des heutigen Deutschland im globalen 21. Jahrhundert zu vergegenwärtigen. Zum einen sollte die weltumfassende Pluralität der präsentierten kulturellen Schätze das ganze Haus geistig durchdringen. Zum anderen soll das Humboldt-Forum einen offenen Blick anderer Kulturen auf uns ermöglichen. Nur so können Themen der Globalisierung, der Weltkulturdialog und die mit dem Neubau in einer Altbau-Fassade verbundene Vergangenheit überein gebracht werden.

Gemeinsam mit der für Kultur und Medien zuständigen Staatsministerin Monika Grütters wollen die Koalitionsfraktionen sehr bald Klarheit zu den noch offenen Fragen schaffen. Wir müssen unter anderem klären, in welchem Verhältnis die bisherige Bauherrin und Inhaberin des Gebäudes, die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, zu den zukünftigen Nutzern steht; wie eine Intendanz in dieser Konstellation agieren, kooperieren und moderieren sollte und ob sie dabei von einem international renommierten Expertenkreis unterstützt werden könnte.

Auch muss geklärt werden welches programmatische Gesamtkonzept im Humboldt-Forum verfolgt wird. Dazu existieren bereits viele wertvolle Vorarbeiten und -überlegungen, die nun mit der nötigen Offenheit aufgearbeitet werden müssen. Nur so gelingt das größte und bedeutendste Kulturprojekt der kommenden Jahre in Deutschland und wird zu dem zentralen Ort in der Mitte Berlins, an dem auch die nächste Generation verschiedene kulturelle Perspektiven erfahren kann.“

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