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Tag für den Schutz der Ozonschicht

Dr-Barbara-Hendricksvon Dr. Barbara Hendricks MdB, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Die 49. Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 23.11.1994 den 16. September zum „Internationalen Tag für den Schutz der Ozonschicht“ ausgerufen. Die Wahl des Datums dient dem Gedenken an den 16. September 1987, an dem das „Montrealer Protokoll“ unterzeichnet wurde. Ziel dieses Protokolls war die deutliche Reduzierung von ozonschichtschädigenden Stoffen, wie z.B. FCKW.

Die Ozonschicht, welche für das Leben auf der Erde eine herausragende Rolle spielt, befindet sich in einer Höhe von 20 bis 50 Kilometern. Sie besitzt die Eigenschaft, gefährliche UV-Strahlen, die bei Menschen zu Hautveränderungen bis hin zu Hautkrebs führen, zu blockieren. Weltweit erkranken jährlich 130.000 Menschen an Schwarzem Hautkrebs. 66.000 Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO pro Jahr an verschiedenen Hautkrebstypen.

Damit die gefährlichen UV-Strahlen blockiert werden können, muss die Ozonschicht ausreichend stark sein. Verschiedene künstlich erzeugte Gase addieren sich in der Atmosphäre zu Gasen, die auf natürlichem Wege entstehen und bauen die Ozonschicht schneller ab, als sie sich regenerieren kann. Dadurch kann immer mehr schädliche UV-Strahlung bis zu uns auf den Erdboden gelangen. Die Ursache des Abbaus der Ozonschicht ist inzwischen klar: Ausgangspunkt der komplizierten chemischen Reaktionskette sind vor allem Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und ihre chemischen Verwandten, die Halone. FCKW wurde über viele Jahrzehnte hinweg ahnungslos freigesetzt.

Wir können uns nicht mit lebensgefährlichen Erkrankungen aufgrund der gestörten Schutzfunktion der Ozonschicht abfinden. Unser politisches Ziel bleibt es, das weltweite endgültige Aus für ozonschädigende Stoffe so schnell wie möglich zu erreichen. Dem fühle ich mich als Bundesumweltministerin besonders verpflichtet, auch wenn in Deutschland alle internationalen Vereinbarungen vorzeitig erfüllt wurden.

Dass sich die Anstrengungen lohnen, scheinen Messungen zu bestätigen, die seit 2012 eine Umkehr des Ozontrends ergeben haben: das Ozonloch am Südpol beginnt sich zu schließen – eine erfreuliche Feststellung!

Ich fühle mich dadurch in meiner grundsätzlichen Auffassung bestätigt, dass es für alle menschengemachten Probleme auch eine menschengemachte Lösung gibt – und dass es unsere Aufgabe als Politiker ist, Probleme zu benennen und Lösungen zu befördern.

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