Udo Schiefner

Udo Schiefner stellt klar: Bundesregierung plant kein Fracking in Deutschland

Udo SchiefnerDie umstrittene Fracking-Methode zur Gewinnung von Schiefergas, hatte die Gemüter im Kreis Viersen bereits zu Recht erregt. Vor kurzem waren holländische Pläne dazu bekannt geworden. Nun wurde behauptet, die Bundesregierung plane ebenfalls, den Einsatz des Fracking zu erleichtern. Bisher gibt es in Deutschland nur wenige Probebohrungen. Udo Schiefner, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Viersen, hat dazu in den vergangenen Wochen zahlreiche besorgte Anfragen aus seinem Wahlkreis erhalten.

Schiefner stellt deshalb klar: „Die kommerzielle Nutzung des Fracking steht in Deutschland nicht auf der Agenda.“ Im Gegenteil wird im Umwelt- und im Wirtschaftsministerium an verschärften Anforderungen geschrieben. Fracking im Schiefergestein soll bis auf weiteres unmöglich gemacht werden. „Die Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt sind wissenschaftlich überhaupt nicht geklärt,“ fasst der Abgeordnete seine Bedenken gegenüber Fracking zusammen.

Schiefner erinnert in dem Zusammenhang an den Koalitionsvertrag. Darin ist eindeutig formuliert, dass der Schutz von Trinkwasser und Gesundheit absoluten Vorrang hat. Umwelttoxische Substanzen dürfen beim Fracking nicht zur Anwendung kommen – so haben es SPD und CDU verabredet.

Gerade die Risiken des unkonventionellen Frackings, insbesondere bei der Schiefergasförderung, sind zurzeit nicht abschätzbar. Entsprechend sollen die Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben und das Wasserhaushaltsgesetz verändert werden. „Bundestag und Bundesregierung wollen Fracking erschweren. Angesichts berechtigter Ängste, die diese Technologie hervorruft, finde ich es verantwortungslos, wider besseren Wissens das Gegenteil zu behaupten.“

Die Kampagne Campact musste inzwischen eingestehen, dass ihre Behauptungen zu Plänen der Bundesregierung und des Bundestages nicht der Wahrheit entsprachen. Udo Schiefner ärgert sich über solche Panikmache: „Unserem gemeinsamen Ziel, Fracking zu verhindern, wird damit ein Bärendienst erwiesen. Eine ernsthafte Debatte wird unnötig erschwert.“

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