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Neuauflage der Charta für Holz greift zu kurz

© Simone M. Neumann

Heute wird die Neuauflage der „Charta für Holz“ vom Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, vorgestellt. Die SPD-Bundestagsfraktion beurteilt die Neuauflage kritisch, da sich diese ausschließlich mit der verstärkten forstwirtschaftlichen Nutzung des Waldes und zu wenig mit dem Wald als natürliche CO2-Senke und als Raum für biologische Vielfalt auseinander setzt, erklärt Petra Crone.

„Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt die Bemühungen, nachhaltige Forstwirtschaft und intelligente Holzverwendung eng mit den Erfordernissen des Holzes als Ressource zu verzahnen. Bei allen Entscheidungen steht im Mittelpunkt, dass der Wald seine natürliche Funktion als CO2-Senke auch in Zukunft behält.

Die eingerichtete Bund-Länder-Arbeitsgruppe muss ihren eigenen Anforderungen gerecht werden und bereits bestehende Strategien, wie die waldbezogenen Ziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung, in ihrer Arbeit berücksichtigen und einbeziehen. Diese fordert, dass bis 2020 der Flächenanteil der Wälder „mit natürlicher Waldentwicklung“ fünf Prozent der Waldfläche auf der Waldfläche der öffentlichen Hand zehn Prozent betragen soll. Die Festlegung auf fünf Prozent war 2007 ein Kompromiss zwischen allen Interessengruppen. Dieser Kompromiss wird in der Neuauflage der „Charta für Holz“ erneut in Frage gestellt, was die SPD-Bundestagsfraktion nicht mitträgt.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf, Akteure aus den Umweltverbänden zur Mitarbeit einzuladen. Eine sinnvolle Waldpolitik berücksichtigt alle Funktionen des Waldes. Dies muss auch in der Zusammensetzung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe deutlich zum Ausdruck kommen.“

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