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Unabhängigen Journalismus sichern, Deutsche Welle stärken

Beim heutigen Medienpolitischen Dialog der SPD-Bundestagsfraktion mit Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Welle, BBC World und France 24 wurde die Bedeutung von Medienfreiheit und unabhängigem Journalismus gerade auch in der globalen Kommunikation deutlich. Hierbei kommt den Auslandssendern eine besondere Funktion zu. Deshalb will die SPD-Bundestagsfraktion die Deutsche Welle finanziell weiter deutlich stärken, erklärt Martin Dörmann.

„Die Bedeutung weltweiter Kommunikation nimmt stetig zu, gleichzeitig sehen sich immer mehr Journalistinnen und Journalisten (nicht nur) in autokratischen Staaten und Krisenregionen zunehmend Repressalien ausgesetzt. Das Beispiel der drei großen europäischen Auslandssender (Deutsche Welle, BBC World, France Médias Monde) zeigt, dass deren freie und qualitativ hochwertige Berichterstattung notwendiger ist denn je.

In dieser Legislaturperiode ist es gelungen, die Finanzierung der Deutschen Welle zu stabilisieren und einen Ausbau des Programms zu ermöglichen. Diesen Weg will die SPD-Bundestagsfraktion konsequent weitergehen. Deshalb streben wir für die nächste Legislaturperiode einen Aufwuchs der Mittel auf mindestens dem deutlich höheren Niveau des französischen Auslandsrundfunks an. Diese Zielsetzung wurde bei den letzten Haushaltsberatungen bereits vom Haushaltsausschuss des Bundestages als Aufforderung an die Bundesregierung formuliert.

Die Deutsche Welle genießt eine hohe journalistische Glaubwürdigkeit und wird von vielen Menschen in der Welt als Stimme der Freiheit wahrgenommen – gerade auch in Ländern, die über keine freie Medienlandschaft verfügen.

Die Gäste des heutigen Dialogs – unter anderem Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes, Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle, Kristina Block von BBC News, Anne Mailliet von France 24 sowie Guido Keel vom Institut für Angewandte Medienwissenschaften (IAM) aus Zürich – waren sich einig, dass die drei Auslandssender auch in Zukunft für einen unabhängigen Journalismus unverzichtbar bleiben.“

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