Ralf Kapschack

Betriebliche Altersvorsorge wird die Regel

Betriebliche Altersversorgung ist die beste Ergänzung zur gesetzlichen Rente. In kleinen und mittleren Unternehmen und bei Geringverdienenden sind Betriebsrenten allerdings noch wenig verbreitet. Deshalb sieht das heute in erster Lesung beratene Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung gerade hier konkrete Verbesserungen vor, Ralf Kapschack und Sarah Ryglewski.

„Für Geringverdienende wird künftig ein Steuerzuschuss gewährt, wenn sich der Arbeitgeber an der betrieblichen Altersversorgung beteiligt. Ebenso soll ein Teil freiwilliger Zusatzrenten in der Grundsicherung im Alter in Höhe von bis zu rund 200 Euro anrechnungsfrei bleiben. Damit profitieren gerade Geringverdienende, mit einer später kleinen Rente stärker von eigenen Vorsorgeleistungen.

Mit der Zielrente im neuen Sozialpartnermodell wird die Möglichkeit attraktiver Renditen trotz der gegenwärtigen Niedrigzinsphase eröffnet. Zur Beschränkung der Risiken sollen die Tarifpartner einen Sicherungsbeitrag vorsehen. Damit eröffnet das Sozialpartnermodell die Chance auf ein ausgewogenes Angebot, das Rendite und Sicherheitsbedürfnis gleichermaßen berücksichtigt. Durch günstigere Regelungen zur Haftung wird es künftig für viele – gerade auch kleine – Betriebe attraktiver, eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten.

Wir werden in den parlamentarischen Beratungen besonderen Wert darauf legen, die mit einer Kapitalanlage verbundenen Risiken beherrschbar zu machen. Wir wollen insbesondere Vorkehrungen zum Ausgleich der Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen treffen.

Wir wollen für die Sozialpartner die Möglichkeiten schaffen, die Spielräume des neuen Modells auszuschöpfen. Gleichzeitig wollen wir die notwendigen Leitplanken errichten, um das Kapital der Arbeitnehmer und Rentner zu schützen, damit die neue betriebliche Altersvorsorge auf eine gute Spur kommt.“

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