thyssenkrupp 13.02.2017

Thyssenkrupp-Betriebsräte und SPD-Abgeordnete einig: „Stahlstandort Nordrhein-Westfalen erhalten!“

Auf Einladung der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion nahmen Betriebsrätinnen und Betriebsräte der thyssenkrupp-Stahlsparte an einem Gespräch mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries in Berlin teil. Thema war die Zukunft der deutschen Stahlindustrie.

Wilhelm Segerath, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der thyssenkrupp AG, und Achim Post MdB, Vorsitzender der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion

Der Landesgruppenvorsitzende Achim Post formuliert den Anlass für die Einladung so: „Die Situation der deutschen Stahlindustrie beschäftigt uns seit Monaten. Die Produktionsstandorte in NRW gehören zu den modernsten und effizientesten in Europa. Trotzdem stehen sie vor immensen Herausforderungen, die in der Summe ihre Existenz gefährden könnten. Für uns ist klar: Wir stehen an der Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unterstützen sie mit all unseren Möglichkeiten bei ihrem Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen in Nordrhein-Westfalen.“

Die Palette an Themen für den gestrigen Austausch war breit. So ging es unter anderem um Überkapazitäten auf dem Weltmarkt und Dumpingangebote aus China, die handelspolitischen Schutzinstrumente der EU und die anstehende Reform des europäischen Emissionshandels. Die Aktualität einer möglichen Fusion von thyssenkrupp mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel Europe stand im Vordergrund des Austauschs. Die Sorgen der Beschäftigten vor dem Hintergrund monatelanger Konsolidierungs- und Restrukturierungsankündigungen wurden ausführlich geschildert. Die Situation bei thyssenkrupp beschreibt der Konzernbetriebsratsvorsitzende Wilhelm Segerath: „Die andauernde Diskussion um eine mögliche Fusion belastet die Beschäftigten enorm. Ein Zusammenschluss mit Tata löst nicht die entscheidenden Probleme, weshalb wir darin keine Logik sehen und ein solches Vorgehen auch nicht unterstützen.“

Neben der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries standen ihr Parlamentarischer Staatssekretär Dirk Wiese, der Sprecher der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Energie der SPD-Bundestagsfraktion Bernd Westphal, der Gewerkschaftsbeauftragte der NRW-Landesgruppe Ulrich Hampel sowie zahlreiche weitere SPD-Bundestagsabgeordnete aus Nordrhein-Westfalen den Betriebsräten Rede und Antwort.

In der Zielsetzung sind sich alle Teilnehmer des Gesprächs einig. Post und Segerath fassen zusammen: „Die Rahmenbedingungen für die Stahlindustrie müssen dringend verbessert werden. Dazu gehört ein schnelleres und effektiveres Vorgehen der EU gegen hochsubventionierte Stahlimporte und eine Reform des Emissionshandels, die nicht zulasten der Stahlproduktion in Deutschland gehen darf. Wir freuen uns sehr, dass Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries ihre Unterstützung für die hochinnovative deutsche Stahlindustrie deutlich gemacht hat.“

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit Betriebsräten der thyssenkrupp AG, Vertretern der IG Metall und Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion am 13.02.2017 in Berlin

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