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Die Deutsche Welle stärken – Videomaterial muss herausgegeben werden

Martin Doermann.jpgNach der Behinderung der Berichterstattung der Deutschen Welle in China verhindert nun die Türkei die Ausstrahlung eines DW-Interviews. Die Vorfälle zeigen: Es braucht eine starke Deutsche Welle als Garant für unabhängigen Journalismus. Deshalb müssen wir sie weiter stärken, erklärt Martin Dörmann.

„Journalisten der Deutschen Welle wurde kurz vor dem G-20-Gipfel die Akkreditierung in China verwehrt. Nun hat die Deutsche Welle mitgeteilt, dass das türkische Ministerium für Jugend und Sport Videomaterial eines Interviews mit dem Minister konfisziert hat. Dies ist ein erneuter Schlag gegen die Pressefreiheit in der Türkei. Das Ministerium muss unverzüglich das Videomaterial freigeben. Beide Vorfälle verdeutlichen aber: Die Deutsche Welle ist autoritären Regimen gegenüber unbequem. Denn sie ist ein Garant für journalistische Vielfalt und Pressefreiheit. Genau das ist ihre Aufgabe. Der zunehmenden Unterdrückung und Ausschaltung von journalistischer Freiheit in vielen Ländern der Erde sollte Deutschland mit einem starken Auslandsender entgegentreten, der auf Pluralität und demokratische Meinungsvielfalt setzt. Deshalb gilt es, die Deutsche Welle weiter zu stärken.

Wie es der Koalitionsvertrag vorsieht, konnten wir in den vergangenen Jahren bereits die finanziellen Mittel für Programme und Investitionen steigern sowie den Ausgleich von Tariferhöhungen ermöglichen. Angesichts der vielen internationalen Krisen müssen die Haushaltsmittel für die Deutsche Welle in den laufenden Haushaltsberatungen gestärkt werden. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die Berichterstattung in und über die Türkei und das arabische Sprachprogramm.“

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