Michaela Engelmeier

Olympische Sommerspiele in Rio

Michaela EngelmeierHeute werden offiziell die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro eröffnet. Das staatliche Doping in Russland und die fragwürdigen Entscheidungen des IOC werfen jedoch ein schlechtes Licht auf die anstehende Veranstaltung, erklärt Michaela Engelmeier.

„Durch die Veröffentlichung des McLaren-Reports ist deutlich geworden, dass es sich in Russland um staatlich gesteuertes Doping handelt. Ein solcher institutioneller Eingriff in die Integrität des organisierten Sports ist nicht hinnehmbar.

Ein Staat, der nationales sportliches Prestige auf Kosten der Gesundheit seiner Sportlerinnen und Sportler zu erlangen versucht, verkauft die olympische Idee. Das IOC hat es ohne Frage versäumt, klare Kante gegen Doping zu zeigen. Der Ausschluss Russlands von den Spielen wäre im Sinne eines sauberen und fairen Sports gewesen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat dazu deutlich Position bezogen.

In dieser Situation Kritik am organisierten Sport zu üben, ist richtig und wichtig. Wir setzen uns aber ebenso dafür ein, saubere Athleten zu schützen und die Bedeutung der Spiele anzuerkennen. Darum ist es enorm wichtig, dass dieser Skandal nicht die Spiele von Rio bestimmt.

Olympische Spiele können für das Ausrichterland enorme wirtschaftliche Vorteile bedeuten. Es ist zu hoffen, dass von den beachtlichen Investitionen in Infrastruktur, Sportstättenausbau und Tourismus die Bevölkerung nachhaltig profitiert.

Die Teilnahme an olympischen Spielen ist oft ein einmaliges Ereignis im Leben eines Sportlers. Die Menschen werden getragen vom olympischen Geist. Dieser sagenhafte Spirit kann ein ganzes Land erfassen, und ist nicht in Geld aufzuwiegen.

Wir wünschen unseren Athletinnen und Athleten alles Gute, viel Erfolg und faire Wettbewerbe in Brasilien.“

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