Michaela Engelmeier

Klare Kante gegen Doping

Michaela EngelmeierDer kürzlich veröffentlichte McLaren-Report weist systematisches Doping in Russland während der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi nach. Darüber hinaus macht er deutlich, dass russische Athleten aus den meisten Sommer- und Wintersportarten mindestens von Ende 2011 bis August 2015 von der staatlich-gesteuerten Manipulationsmethode profitiert haben. Die SPD-Bundestagsfraktion bezieht klare Position und fordert das IOC auf Russland von den kommenden Spielen in Rio auszuschließen, sagt Michaela Engelmeier.

„Durch die Veröffentlichung des McLaren-Reports ist deutlich geworden, dass es sich in Russland um staatlich-gesteuertes Doping handelt. Ein solcher institutioneller Eingriff in die Integrität des organisierten Sports ist nicht hinnehmbar und muss Konsequenzen haben. Denn ein Staat, der nationales sportliches Prestige auf Kosten der Gesundheit seiner Sportlerinnen und Sportler zu erlangen versucht, verkauft die olympische Idee. Es handelt sich um Betrug an den sauberen Athleten und den Zuschauern. Darüber hinaus gefährdet dieser Betrug den Sport an sich, weil immer häufiger Ergebnislisten nach positiven Dopingtests umgeschrieben werden müssen. Dies zeigt sich auch daran, dass immer häufiger Olympiasieger im Nachrückverfahren gekürt werden.

Es ist Zeit, dass das IOC seiner oft gepriesenen Null-Toleranz-Politik in Sachen Doping nachkommt. Der Ausschluss Russlands von den olympischen Sommerspielen in Rio wäre eine angebrachte Konsequenz. Es bedarf einer klaren Kante gegen Doping im Sport.“

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