Katharina Focke

„Sozialdemokratisches Urgestein und Vorbild für die Bürger“

Achim Post MdB, Vorsitzender der NRW-Landesgruppe, würdigt die verstorbene Ministerin und Abgeordnete Katharina Focke:

Fotograf: Helmut J. Wolf Bundesarchiv

Fotograf: Helmut J. Wolf
Bundesarchiv

Katharina Focke war eine leidenschaftliche Kämpferin, die sich in ihrer politischen Laufbahn besonders der europäischen Einigung und Verständigung widmete.

Bereits 1964 trat sie in die SPD ein und kam nur zwei Jahre später in den nordrhein-westfälischen Landtag. 1969 wurde sie in den Deutschen Bundestag gewählt und vertrat den Wahlkreis Köln. Dort kümmerte sie sich um die Anliegen und Sorgen der Menschen und erwarb Respekt über die Parteigrenzen hinweg.

Als Parlamentarische Staatssekretärin unter Bundeskanzler Willy Brandt befasste sie sich mit europäischen Fragen. 1972 wurde ihr die Leitung des Bundesministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit übertragen, in dem sie sich vehement für die Rechte der Frauen eingesetzt hat. Seit 1980 war Katharina Focke Mitglied des Europäischen Parlaments. Dort kümmerte sie sich als Vorsitzende des Ausschusses für Entwicklung und Zusammenarbeit besonders um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen.

Wegen ihrer Prinzipientreue, Glaubwürdigkeit, und Menschlichkeit auch in ihren höchsten Ämtern ist sie zu einem Vorbild für viele Bürgerinnen und Bürger geworden. Vielen Frauen hat sie Mut gemacht, sich selber politisch zu engagieren.

Sehr dankbar sind wir für ihr jahrelanges Engagement in der Sozialdemokratie und unserem Gemeinwesen. Auch nach ihrem beruflichen Ruhestand hat sie sich in Köln ehrenamtlich sozial eingesetzt. Gerade in Nordrhein-Westfalen haben viele Menschen mit ihrem Tod eine langjährige Weggefährtin verloren.

Drucken