Ursula-Schulte

Leistungssteigerungs-Versprechen gehören nicht auf Energy-Drinks

Ursula-SchulteEnergy-Drinks und Energy-Shots sprechen Kinder und Jugendliche an, denn sie sind koffeinhaltig und süß und stehen für Leistungssteigerung. Die Absatzmengen in Deutschland steigen kontinuierlich. Hauptadressaten der Werbung sind neben Kindern und Jugendlichen Sportler in Trend- und Risikosportarten. Nun hat das Europäische Parlament „Nein“ zu Werbesprüchen gesagt, die Leistungssteigerungen versprechen, erklären Elvira Drobinski-Weiß und Ursula Schulte.

„Die Europäische Kommission will Werbesprüche auf Energy-Drinks erlauben, die eine erhöhte Ausdauerleistung, mehr Aufmerksamkeit und eine stärkere Konzentration suggerieren. Vor allem die Weltgesundheitsorganisation WHO, Verbraucherorganisationen und viele Kinderärzte weisen auf die Gefahren hin. Zucker als Energielieferant, Koffein als Aufputschmittel dazu noch Taurin – fertig ist die ungesunde Mischung. Problematischer wird es, wenn die Konsumenten die Energy-Drinks in Verbindung mit Alkohol zu sich nehmen. Hier überdeckt das aufputschende Koffein den Grad der Betrunkenheit.

Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt die Forderung des Europäischen Parlaments und lehnt das Ansinnen der Kommission ab, leistungssteigernde Werbesprüche zu erlauben. Wir benötigen klare Regelungen. Ein Verbot von Werbung mit dem Versprechen der Leistungssteigerung ist ein erster Schritt. Wir müssen klarmachen, dass der Inhalt der bunten Dosen nicht „hip“ ist, sondern gesundheitsschädlich. Energy-Drinks gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen.“

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