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Pflegeberufe jetzt attraktiver machen

© Simone M. Neumann

© Simone M. Neumann

Am 18. März 2016 hat der Deutsche Bundestag den Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe (Pflegeberufsgesetz) in erster Lesung debattiert. Damit wollen wir für bessere Bedingungen für die Auszubildenden und alle Pflegefachkräfte sorgen, den Fachkräftemangel in der Pflege bekämpfen und die pflegerische Versorgung insgesamt verbessern, erklären Hilde Mattheis, Sönke Rix, Petra Crone und Bettina Müller.

„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben uns seit langem dafür eingesetzt, eine neue Grundlage für eine gerecht finanzierte, moderne und durchlässige Pflegeausbildung zu finden. Dies ist jetzt nach jahrelangen Diskussionen endlich gelungen. Damit werden wir die Attraktivität des Pflegeberufs und langfristig die Qualität der Pflege insgesamt steigern.

Die bisherigen drei Ausbildungsgänge in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege werden zu einem einheitlichen Berufsbild zusammengeführt. Die generalistische Pflegeausbildung soll auf einen Einsatz in allen drei Arbeitsfeldern der Pflege vorbereiten. Damit werden Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen einfacher. Für die Pflegekräfte selbst bedeutet das bessere Chancen auf wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten und zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten. Das führt insgesamt zu mehr Wettbewerb in der Pflegebranche und wird langfristig für mehr Lohngerechtigkeit sorgen. Davon werden vor allem Frauen profitieren, die im Pflegebereich deutlich überrepräsentiert sind.

Wir sichern die Finanzierung der Pflegeausbildungen langfristig ab. Dazu gehört auch, dass die Erhebung von Schulgeld ausgeschlossen wird.

Wenn wir heute die Pflegeberufe attraktiver machen, verbessern wir damit morgen die pflegerische Versorgung von allen Patientinnen und Patienten, besonders auch die von Kindern und älteren Menschen.“

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