Rene-Roespel

Patienten brauchen besseren Transfer von medizinischen Erkenntnissen in die Praxis

Rene-RoespelDie Koalitionsfraktionen haben im Dezember 2015 einen Antrag zur Beschleunigung des Innovationstransfers in die Gesundheits-versorgung in den Bundestag eingebracht. Dieser war heute Gegenstand eines Fachgesprächs im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Die Expertinnen und Experten begrüßten die wichtige Initiative und fordern zügige Umsetzungsschritte, erklärt René Röspel.

„Im Rahmen der heutigen Anhörung wurde deutlich, dass es zwar eine gute medizinische Grundlagenforschung in Deutschland gibt, aber bei der Übertragung der Ergebnisse in die Anwendung und die Patientenversorgung noch große Defizite existieren. Wie seit Jahren von der SPD- Bundestagsfraktion gefordert, müssen die Universitäten und vor allem die Hochschulkliniken in ihrer Vernetzung untereinander und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen gestärkt werden. Die reine Konzentration auf die Stärkung der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung ist nicht ausreichend. In diesem Punkt werden wir weiter darauf drängen, dass neue Anstrengungen seitens des Bundes nötig sind, um eine Vernetzung der Hochschulen jenseits der DZG zu befördern. Im Krankenhaus und in der Gesundheitsversorgung arbeitende Medizinerinnen und Mediziner verfügen über großes Wissen und Erfahrung im Umgang mit Patienteninnen und Patienten und ihren Krankheiten. Wir müssen weitere Anreize und Freiräume schaffen, Forschung und Gesundheitsversorgung miteinander enger zu verknüpfen.

Darüber hinaus wurde seitens des Sachverständigen angemahnt, mehr Fördergeld für die Erforschung von vernachlässigten und armutsassoziierten Erkrankungen bereitzustellen. Eine Forderung, die wir als SPD-Bundestagsfraktion bereits seit langem unterstützen und auch über Anträge in dieser Legislaturperiode vorangebracht haben. Auch hier werden wir uns weiter für eine solidarische Stärkung der globalen Gesundheit stark machen.“

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