Dirk Heidenblut

Verbesserungen der psychotherapeutischen Versorgung  dringend erforderlich

Copyright: Uwe Faltmeier

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„Das aktuelle Gutachten des Sachverständigenrates im Gesundheitswesen macht noch einmal sehr deutlich, dass es gerade bei den psychischen Erkrankungen und den dafür nötigen schnellen und guten Zugängen zur psychotherapeutischen Versorgung dringend Verbesserungen geben muss,“ stellt der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Heidenblut fest.

Für ihn ist daher zwingend erforderlich, dass der bereits mit dem Versorgungsstärkungsgesetz erteilte Auftrag, die Psychotherapierichtlinie zu überarbeiten, fristgerecht umgesetzt werden muss. „Daraus erwarten wir klare substanzielle Veränderungen, die mit den Hinweisen der Gutachter, etwa zur Akkutsprechstunde, noch einmal untermauert werden“, führt der Gesundheitspolitiker weiter aus. Besonders für das Ruhrgebiet sieht er aber auch die in Auftrag gegebene Überarbeitung der Bedarfsplanung als wesentlich an. „Die Unterversorgung im Bereich der ambulanten Psychotherapie ist hier spürbar, lange Wartezeiten die Regel, das muss sich ändern“, fordert der Abgeordnete. Er stimmt hier überein mit dem Sachverständigenrat, der sehr deutlich eine kritische Überprüfung der Planung und, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, eine regionale Ausrichtung vorschlägt.

„Dass die Fragen gerade in Zusammenhang mit Krankschreibung von hoher Bedeutung sind, ist klar, denn zunehmend  ist dafür eine psychische Erkrankung der Grund, und lange Wartezeiten sind für den Patienten und den Arbeitgeber gleichermaßen unzumutbar“, so der Abgeordnete. Aber auch im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung spielt eine psychische Erkrankung, wie etwa das gerade prämierte Projekt des Essener JobCenters und der Essener Gesundheitskonferenz zeigt, eine deutliche Rolle. Deshalb muss bei der Bedarfsplanung auch die Situation von Arbeitslosigkeit in einer Region Berücksichtigung finden. „Ganz sicher zielführend für die Bedarfsplanung wäre es auch, die früher schon berücksichtigten tatsächlichen Abrechnungen einzubeziehen, genau daraus ergeben sich klare Hinweise,“ begrüßt Dirk Heidenblut auch diesen Vorschlag der Sachverständigen.

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