Michaela Engelmeier

Demokratie und Sport sind ein gutes Team

michaela_engelmeier-heite_presse__gross_02Nach dem ablehnenden Bürger-Votum in Hamburg mit 48,4 Prozent Ja- zu 51,6 Prozent Nein-Stimmen (65,6 Prozent Ja-Stimmen in Kiel) zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Hamburg und Kiel wird die Bewerbung nicht weiter aufrecht erhalten. Deutschland entgeht damit die Möglichkeit, sich auf internationaler Bühne prominent zu präsentieren, erklärt Michaela Engelmeier.

„Es ist schade, dass Deutschland nicht zum Austragungsland dieser renommierten internationalen Sportgroßveranstaltung wird. Bedauerlicherweise entgeht unserer Sportnation damit die Möglichkeit, sich auf internationaler Bühne prominent zu präsentieren. Olympische Heimspiele hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine katalytische Wirkung auf den Spitzen- und Breitensport in Deutschland entfaltet. Zumal Sportgroßveranstaltungen ganz allgemein eine gesellschaftliche Funktion haben, denn sie integrieren die Gesellschaft und tragen zur Identitätsbildung unseres Landes und der Bevölkerung bei.

Die Verantwortlichkeit für eine verpasste Bewerbung nun aber auf die Politik, die Sponsoren oder den organisierten Sport zu schieben, wäre das falsche Signal. Es sind vielfältige Probleme, die im Zusammenhang mit der Bewerbung für Sportgroßveranstaltungen entstehen. Eine Volksbeteiligung im Vorfeld einer Bewerbung, wie sie nun in Hamburg stattfand ist ein geeigneter Mechanismus, um die Akzeptanz in der Bevölkerung auszumachen. Das Referendum ermöglichte es Bürgerinnen und Bürgern, dem organisierten Sport und der Politik, den Richtungswechsel zu nachhaltigen und gerechten Spielen auch wirklich mitzutragen und zu legitimieren. Eine echte Beteiligung der Menschen ist nur in demokratischen Staaten wirklich möglich, deshalb sind Demokratie und Sport ein sehr gutes Team. Das Urteil nehmen wir zum Anlass, um mehr Demokratie im Sport zu wagen.“

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