Willi Brase

Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung erhöht Gerechtigkeit

Willi BraseDie Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung stärkt die Chancengerechtigkeit in der Bildung. Ausbildungs- und Studienaussteiger erhalten neue Perspektiven. Auch für geflüchtete junge Menschen eröffnet die berufliche Bildung unter anderem durch die Einstiegsqualifizierung gute Möglichkeiten zum Start auf dem Ausbildungsmarkt, erklärt Willi Brase.

„Der Beschluss des Koalitionsantrages, Prinzipien des deutschen Bildungswesens zu stärken und Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit der beruflichen und der akademischen Bildung durchzusetzen, ist ein weiterer Schritt zur Stärkung der Chancengerechtigkeit in der Bildung. Es ist eine belegte Tatsache, dass der Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist. Ein reibungsloser und anschlussfähiger Wechsel zwischen den verschiedenen Bildungsgängen erhöht die Wahlfreiheit der jungen Menschen.

Die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung eröffnet auch Ausbildungs- und Studienaussteigern neue Perspektiven. Für einen Wechsel in einen anderen Bildungsgang müssen entsprechende Angebote mit Brückenfunktion vorgehalten werden. Um allerdings Ausbildungs- und Studienabbrüchen von vorneherein vorzubeugen, sollen die Konzepte der Berufs- und Studienorientierung zielgruppenadäquat ausgestaltet werden und auch an Gymnasien Anwendung finden.

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt in diesem Zusammenhang die Erklärung der Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung, die auf eine schnelle Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt abzielt. Die berufliche Bildung bietet den zahlreichen geflüchteten jungen Menschen gute Chancen, sich zügig in den Ausbildungsmarkt zu integrieren. So ist besonders die Einstiegsqualifizierung gekoppelt mit einer intensiver Sprachförderung ein gutes Instrument, damit der Einstieg in eine duale Berufsausbildung gelingt.“

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