Dirk Heidenblut

Gemeinsam Suizide verhindern

Copyright: Uwe Faltmeier

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von Dirk Heidenblut MdB

Jährlich sterben 10.000 Menschen in Deutschland durch einen Suizid, mehr als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. Hinzu kommen durchschnittlich sechs betroffene Angehörige, Freunde, Kollegen und Mitschüler, die nach einem erfolgreichen Suizid aufgrund möglicher Traumatisierungen Hilfe benötigen und häufig ihr Leben lang darunter leiden.

„Allein 600 junge Menschen nehmen sich jährlich das Leben. Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen unter 25 Jahren. Das müssen wir ändern und diese Leben retten, indem wir das Schweigen über das Tabuthema Suizid brechen. Wenn wir offen darüber sprechen, dass Suizid jeden betreffen kann, wir Anzeichen im Verhalten und in Äußerungen erkennen lernen und wissen, dass Hilfe verfügbar ist, dann sind wir auf dem richtigen Weg“, weiß Dirk Heidenblut Mitglied der SPD-Fraktion im Gesundheitsausschuss des Bundestags.

„Wir Gesundheitspolitiker sind hier besonders gefordert, denn die Ursache für Suizide sind häufig psychische Erkrankungen wie z.B. eine Depression. Gerade diesen Sommer haben wir einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht, in dem wir eine schneller greifende psychotherapeutische Versorgung, die Einführung neuer strukturierter Behandlungsprogramme für Depressionserkrankungen sowie Präventionsmaßnahmen  beschlossen haben“, gibt sich der SPD-Berichterstatter für Psychiatrie und Psychotherapie zuversichtlich.

Gemeinsam Suizide verhindern ist das diesjährige Thema bei der „Aktion 600 Leben“, die jährlich vor dem Brandenburger Tor in Berlin stattfindet. Dabei werden Passanten und Verantwortliche aus Politik und Gesundheitswesen aufgefordert sich symbolisch die Hand zu reichen, um dafür zu sorgen, dass Depression und Suizid kein Tabu bleiben und damit Betroffenen und Angehörigen geholfen wird.

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