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Global Media Forum diskutiert Medienpolitik im Umbruch

Martin Doermann.jpg„Medien und Außenpolitik im digitalen Zeitalter“ – zu diesem Thema lädt die Deutsche Welle zum diesjährigen Global Media Forum vom 22. bis 24. Juni 2015 nach Bonn ein. Neben der Vorstellung des englischsprachigen TV-Programms steht die Bedeutung des Internets für die auswärtige Politik und die internationale Diplomatie im Mittelpunkt, erklärt Martin Dörmann.

„Wesentlich beschleunigt durch die vielfältigen Krisen weltweit befinden sich die Medien nicht nur technologisch, sondern auch außenpolitisch in einem sehr komplexen Umbruchprozess. Die Digitalisierung verändert die technischen Formate und Verbreitungswege von Informationen und Kommunikation in einer bislang nicht dagewesenen Weise. Zugleich passiert all das immer schneller und beeinflusst immer mehr auch die öffentliche Meinung und damit politisches Handeln sowie Machtverhältnisse. Insbesondere an außenpolitischer Brisanz gewinnt diese Entwicklung dann, wenn die mediale Vermittlung politisch instrumentalisiert wird, wie dies am Beispiel des Ukraine-Russland-Konflikts zu beobachten ist.

Umso wichtiger sind daher unabhängige und ausgewogene Informationen, wie sie die Deutsche Welle vermittelt. Als deutscher Auslandssender hat sie sich über viele Jahre eine hohe Glaubwürdigkeit und journalistische Kompetenz erworben. Daher ist der von der Deutschen Welle eingeschlagene Weg, den Sender noch besser als bislang zu befähigen, schnell reagieren zu können und in den globalen Meinungsmärkten relevanter zu werden, völlig richtig und wird von der SPD-Bundestagsfraktion maßgeblich unterstützt.

Die Deutsche Welle ist ein wichtiger, gleichwohl völlig unabhängiger Bestandteil deutscher Außenpolitik. Neben der klassischen Rolle, Deutschlands Bild in der Welt zu zeigen, wächst ihre Funktion, eine deutsche Sicht zu transportieren, angesichts der Vielfalt der Stimmen. Das digitale Zeitalter verändert die Außenpolitik und Medien werden dabei immer wichtiger.“

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