Ursula-Schulte

Gewalt gegen Frauen ist Ausdruck tradierter Herrschaftsverhältnisse

Ursula Schulte MdB sieht geflüchtete Frauen in mehrfacher Opferrolle 

Ursula-SchulteIn einer mehrfachen Opferrolle sieht die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte Frauen, die vor Krieg und Unterdrückung fliehen müssen. Nach Schätzungen der Uno-Flüchtlingshilfe sind mehr als 80 Prozent der Flüchtlinge Frauen und Kinder. Ein unhaltbarer Zustand findet Ursula Schulte als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte diese Situation.

Frauen und Mädchen in Krisengebieten sind oft Zielscheibe von sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt. Systematische Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen gehören zur erklärten Kriegsstrategie. Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und traditionell begründete Benachteiligungen kommen als klassische Fluchtursachen dazu. Gewalt gegen Frauen sei ein klarer Ausdruck tradierter Herrschaftsverhältnisse.

„Wenn wir unseren Präsidiumsbeschluss vom Mai 2015 zur Flüchtlingspolitik ernstnehmen, müssen wir uns gerade um diese Frauen und Mädchen verstärkt kümmern“, so die engagierte Frauenpolitikerin. „Die Unterbringung in überfüllten und dazu gemischten Flüchtlingsheimen führt nicht selten zu erneuten Gewalterfahrungen. Diese Frauen sind aber schon traumatisiert und leiden unter psychischen Langzeitfolgen. Deshalb müssen geeignete Lösungen her, die den Frauen Schutz und Sicherheit bieten und ihnen ein Leben in Geborgenheit ermöglichen“, so Ursula Schulte weiter.

„Menschen Schutz und Zuflucht zu gewähren, ist Teil unserer politischen Identität. Daran haben wir zu denken, wenn es um die geschundenen Frauen geht!“

 

 

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