Martin Doermann.jpg

Erfahrene Kulturpolitikerin wird Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins

Martin Doermann.jpgMit Barbara Kisseler wurde die erste Frau in der 160jährigen Geschichte des Bühnenvereins zur Präsidentin gewählt. Damit verantwortet eine der erfahrensten Kulturpolitikerinnen den Verband der deutschen Theater und Orchester in einer Zeit, in der etablierte Kultureinrichtungen immer stärker unter Rechtfertigungsdruck geraten, erklärt Martin Dörmann.

„Mit Barbara Kisseler gewinnt der Deutsche Bühnenverein eine der profiliertesten Kulturpolitikerinnen unseres Landes. In verschiedenen Funktionen hat sie sich immer wieder für die Freiheit und die Orientierungsfunktion der Künste ausgesprochen. Die Diskussion über die Schließung und das Zusammenlegen von Theatern und Sparten in den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass glücklicherweise noch immer ein ausgeprägtes Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung von Theatern besteht, die aber gleichzeitig angesichts knapper öffentlicher Mittel immer wieder betont werden muss. Das erfolgreiche kulturpolitische Wirken von Barbara Kisseler in Hamburg zeigt, wie diese Abwägung erfolgreich gelingen kann. Letztlich geht es nicht darum, die Kultur gegen andere Güter öffentlicher Daseinsvorsorge auszuspielen, sondern das zu betonen, was einer Gesellschaft für ihre Entwicklung wichtig ist.

Die Wahl von Barbara Kisseler zu diesem Ehrenamt ist sowohl Bestätigung als auch Anerkennung für ihre bisher geleistete Arbeit und ihren außerordentlichen Einsatz für die Kultur Deutschlands. Wir wissen die Verantwortung bei ihr in ausgezeichneten Händen und freuen uns auch weiterhin auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Drucken