Dirk Heidenblut

Schnellerer Zugang zur Psychotherapie

Copyright: Uwe Faltmeier

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In der letzten Sitzungswoche haben sich die beiden Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD auf Änderungen des Kabinettsentwurfs zum Versorgungsstärkungsgesetz geeinigt und damit auch den Weg zu einer Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland geebnet.

„Von dem Auftrag auch die Psychotherapiebedarfsplanung bis zum 31.12.2016 zu überarbeiten und sich dabei unter anderem an der tatsächlichen Sozialstruktur und Krankheitshäufigkeit zu orientieren, erwarten wir endlich eine bedarfsgerechte Planung gerade in den bisher unterversorgten Gebieten, wie dem Ruhrgebiet“, freut sich Dirk Heidenblut, SPD-Bundestagsabgeordneter. Damit werden Wartezeiten von 6 Monaten oder mehr auf eine notwendige Psychotherapie vermieden.

Daneben wird die Psychotherapierichtlinie überarbeitet, die u.a. zukünftig eine psychotherapeutische Sprechstunde beinhaltet, die zur Sicherstellung einer sofortigen Abklärung akuter Bedarfe gedacht ist. Die neuen Terminservicestellen werden künftig binnen 4 Wochen einen Termin zur Psychotherapie bei einem Facharzt oder psychologischen Psychotherapeuten vermitteln und bei Bedarf auch einen Termin zur Abklärung in der psychotherapeutischen Sprechstunde, soweit zeitnah ansonsten kein Termin zu vereinbaren ist.

„Damit und mit mehr Gruppentherapie sowie der Erweiterung der Befugnisse der psychologischen Psychotherapeuten wird die dringend benötigte Akutversorgung psychisch Erkrankter und deren therapeutische Begleitung erheblich verbessert“, blickt der Gesundheitspolitiker Dirk Heidenblut zuversichtlich in die Zukunft.

Das Versorgungsstärkungsgesetz wird noch vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden, so dass die Verbesserungen 2016 ausgehandelt und beschlossen werden und so spätestens zum 01.01.2017 wirken können.

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