Gülistan Yüksel

Tag der Arbeit 2015

SAMSUNG CSCvon Gülistan Yüksel MdB

Der 1. Mai ist Tag der Arbeit! Bereits seit 1886 demonstrieren wir an diesem Tag für soziale Rechte und Würde der arbeitenden Menschen. Es lohnt sich, dabei auch auf das vergangene Jahr zurückzublicken .Viele wichtige Projekte wurden auf den Weg gebracht, die für mehr Gerechtigkeit und Gleichstellung am Arbeitsplatz sorgen. Ob Mindestlohn, Frauenquote oder Rente mit 63. Die SPD setzt sich nachhaltig für die Rechte der Menschen ein. GESAGT,GETAN,GERECHT!

Mit der Rente ab 63 erkennen wir die Lebensleistung von Menschen besser an und schließen Gerechtigkeitslücken. Ungleicher Verteilung zwischen arm und reich, aber auch zwischen Alt und Jung gehen wir damit entgegen. Dies betrifft sowohl Menschen, die zwei Jahre früher in Rente gehen möchten, aber auch jene, die sich Zeit für Kinder und Familie genommen haben, oder aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben ausscheiden mussten.

Mit dem Mindestlohn setzen wir Richtlinien für gerechte Entlohnung. Seit der Einführung profitieren knapp 3,7 Millionen Menschen von höheren Löhnen. Lohndumping wurde damit ein Ende gesetzt. Gerade in den gefährdeten Industrien, in denen die Arbeiter unterdurchschnittlich wenig verdienten, wurde die Situation deutlich entlastet. Belohnt werden damit aber auch Arbeitgeber, die schon vor dem Gesetz ihren Arbeitern menschenwürdige Gehälter gezahlt haben, denn sie müssen künftig nicht mehr mit Lohndumping konkurrieren.

Ebenso wichtig sind die Verabschiedung der Frauenquote im Bundestag sowie unsere andauernden Bemühungen für Entgeltgleichheit zwischen Mann und Frau. Mit der Quote stärken wir die Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft sowie im Öffentlichen Dienst. Jahrelang hat sich die Wirtschaft nur mit Lippenbekenntnis um die faire Verteilung ihrer Arbeitsplätze bemüht, was sich besonders ausgeprägt in den Führungsetagen der Großkonzerne zeigte. Denn gerade hier sind Frauen deutlich unterrepräsentiert.

Mit diesen Fortschritten bauen wir auf der Geschichte des 1. Mai auf. Die Ursprünge des Feiertages liegen mit den Haymarket Riots von 1886 in den USA. Gewerkschaften organisierten eine Protestveranstaltung mit der Forderung, die tägliche Arbeitszeit auf acht Stunden zu verkürzen. In den Folgejahren bekräftigte sich auch in vielen anderen Staaten das Bestreben der Arbeiterklasse für bessere Bedingungen, was schlussendlich in den weltweiten Demonstrationen am 1. Mai 1890 endete.

Die Arbeiterklasse trat und tritt weiterhin selbstbewusst für ihre Rechte ein. So ist der Tag der Arbeit bis heute ein Instrument, um Forderungen publik zu machen und für die SPD ein guter Anlass, auf das Erreichte stolz zurückzublicken. Auch im kommenden Jahr werden wir unermüdlich für die Rechte und Würde der Arbeiter eintreten.

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