Willi Brase

Rückenwind für die Berufliche Bildung

Willi BraseDer Kongress „Rückenwind für die Berufliche Bildung“ der SPD-Bundestagsfraktion verdeutlichte Handlungsbedarf im Berufsbildungsbereich. Wirksame Instrumente zur Unterstützung des Übergangs in Ausbildung müssen hinreichend finanziert sein. In weiteren Fachgesprächen werden wir die zu verbessernden Rahmenbedingungen diskutieren, erklären Willi Brase und Rainer Spiering.

„Der Kongress zeigte, dass die berufliche Bildung vor großen Herausforderungen steht. Die demografische Entwicklung bedingt einen hohen Ersatzbedarf an Facharbeitern. Durch das veränderte Bildungsverhalten steigt außerdem die Studierendenquote. Wir werden das berufliche und akademische System nicht gegeneinander ausspielen, sondern ihre Gleichwertigkeit und  Durchlässigkeit stärken.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass das Übergangsmanagement zwischen Schule und Ausbildung deutlich verbessert werden muss. Die Potentiale aller Jugendlichen müssen gefördert und genutzt werden. Eine flächendeckende Berufsorientierung an den Schulen – auch an den Gymnasien – muss allen Jugendlichen den Weg erleichtern. Die Berufseinstiegsbegleitung und die assistierte Ausbildung sind im Bedarfsfall wirksame Instrumente. Diese müssen ausreichend finanziert sein. Im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung soll die Zahl der Abbrüche verringert und die Ausbildungsbetriebsquote erhöht werden.

Darüber hinaus wurde diskutiert, dass zur Stärkung des dualen Ausbildungssystems die universitäre Ausbildung der Berufsschullehrer verbessert werden müsse; durch eigenständige Institute, mehr Professoren-Stellen und intensive Forschung auf diesem Gebiet.

Das Meister-BAföG muss weiterentwickelt werden. Hier geht es um die Senkung der Gebühren und Kosten bei der Meisterprüfung sowie strukturelle Korrekturen, um den Weg in die Existenzgründung zu erleichtern.

Die SPD-Bundestagsfraktion beabsichtigt im Nachgang zum Kongress weitere Fachdialoge mit dem Schwerpunkt Ausbildung. Dabei wollen wir unter anderem über Qualitätsansprüche in der Ausbildung und Berufsorientierung sowie die Ausbildereignung und Ausbildungsassistenz diskutieren.“

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