Dirk Heidenblut

Am 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag

Copyright: Uwe Faltmeier

Copyright: Uwe Faltmeier

von Dirk Heidenblut MdB

Der diesjährige Welt-Alzheimer-Tag steht unter dem Motto „Demenz – jede/r kann etwas tun“. Damit möchte der Gedenktag, der 1994 von der Alzheimer’s Desease International und der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen wurde, zu mehr Verständnis und Achtsamkeit aufrufen. Denn immerhin leben in Deutschland 1,5 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2050 soll die Zahl auf drei Millionen steigen. Das heißt, jede und jeder hat entweder unmittelbar in der Familie oder mittelbar durch Begegnungen im Alltag mit dementen Menschen Kontakt.

„Die Politik hat sich des Themas Demenz im Zuge des ersten Pflegestärkungsgesetzes angenommen“, sagt Dirk Heidenblut, SPD-Bundestagsabgeordneter. Mit dem Gesetz, zu dem noch diesen Monat eine Anhörung im Gesundheitsausschuss stattfinden wird, werden zusätzliche Kräfte zur Betreuung der Pflegebedürftigen, vor allem der Demenzkranken in Pflegeheimen eingesetzt und Entlastungsleistungen für pflegende Angehörige beschlossen. „Die zweite Stufe der Pflegereform steht dann ganz im Zeichen der Menschen mit Demenz. Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass wie im Koalitionsvertrag vereinbart, der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff umgesetzt wird, der Einschränkungen aufgrund einer dementiellen Erkrankung mit körperlichen Beeinträchtigungen gleichstellt“, erklärt Dirk Heidenblut.

Für eine bessere Versorgung von Demenzkranken setzt sich auch die „Allianz für Menschen mit Demenz“ unter dem Vorsitz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Bundesministeriums für Gesundheit und des Ko-Vorsitzes der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ein. Am 15. September hatten im Rahmen dieser vor zwei Jahren gegründeten Initiative die Minister Gröhe und Schwesig zusammen mit den 24 Gestaltungspartnern die Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“ unterschrieben. Im Namen der Inklusion und Teilhabe der an Demenz erkrankten Menschen verpflichten sich darin die Beteiligten aus Bund, Ländern, Kommunen, Kassen, Medizin und Pflegediensten dazu, die pflegerische, ärztliche und zahnärztliche Versorgung der Betroffenen mit konkreten Maßnahmen zu verbessern.

Drucken