Dirk-Heidenblut

Neuer Vorstoß zur Regelung der Suizidbeihilfe bedenkenswert

Dirk-HeidenblutMit einem neuen Vorschlag haben sich jetzt vier Professoren in die Diskussion um die Regelungen rund um die Suizidbeihilfe eingebracht. 

Im Kern zielt der Vorschlag der Ärzte und Ethiker darauf ab, dass die Beihilfe zum Suizid strafbar ist. Allerdings soll es für Ärzte eine Ausnahme unter klar geregelten Bedingungen geben.
„Das berücksichtigt das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen auch in dieser schwierigen Frage und verhindert zugleich eine unerwünschte Einmischung Dritter“, so Dirk Heidenblut, SPD-Bundestagsabgeordneter im Gesundheitsausschuss. Für ihn gilt es, die Vorschläge bei den anstehenden Diskussionen zu berücksichtigen.

„Ganz klar, wir müssen im Gesundheitsbereich alles dafür tun, um die Palliativversorgung zu stärken. Aber zu glauben, dass dadurch für jeden Menschen in ausreichender Form die gewünschte Hilfe erbracht werden kann, ist ein Irrtum. Wir sind daher verpflichtet, auch den Wunsch nach dem selbstgewählten Tod als Ende des Leidens zu akzeptieren. Was läge also näher, als Ärzten unter strengen Auflagen und in genau definierten Grenzen die Möglichkeit zu geben, straffrei helfen zu können“, positioniert sich Dirk Heidenblut. 

Der Bundestag wird sich im Jahr 2015 mit dieser Frage intensiv auseinandersetzen. Am Ende der Diskussion wird eine Entscheidung stehen, die jede/jeder Abgeordnete für sich verantworten muss.

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