Dirk-Heidenblut

Essen begrüßt die Flüchtlingsflöße

Dirk-HeidenblutAm Mittwoch machen die beiden Flöße der großen „Sommer-Floßtour für und mit Flüchtlingsfrauen“ der Band „Strom & Wasser“ und ihrem Frontmann Heinz Ratz in Essen Station. Die zu Flüchtlingsbooten umgestalteten Flöße starteten ihre Reise am 14. Juli auf dem Main in Nürnberg und fahren als schwimmende Demonstration für Flüchtlingsrechte neckar- und rheinabwärts weiter entlang des Mittellandkanals nach Berlin, wo sie am 27. August erwartet werden. Frauen des Vereins „Women in Exile“ begleiten die Tour und gestalten zusammen mit anderen politischen Flüchtlingshilfegruppen das abendliche Musik- und Informationsprogramm auf der Zeche Carl in der Wilhelm-Nieswandt-Allee.

„Die Floßtour ist schon eine ganz besondere Art auf die Situation der Flüchtlinge in der Welt aufmerksam zu machen“, sagt der Essener Bundestagsabgeordnete Dirk Heidenblut (SPD). Er freut sich, dass die Flöße auch in seinem Wahlkreis anlegen und wird natürlich bei der Begrüßung dabei sein. „Gerade jetzt, wo wir auch in Essen sehr intensiv über die Unterbringung von Flüchtlingen diskutieren, ist es wichtig, einmal deutlich aufzuzeigen, wie gefährlich und alarmierend die Situation weltweit ist. Wir haben hier die Verantwortung zu helfen“, bekräftigt Dirk Heidenblut.

Der Bund hat sich massiv dafür eingesetzt, dass gerade aus Syrien mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen können, und ist den Ländern für die Umsetzung dieser Forderung dankbar. „Das bedeutet zunächst für alle Städte, dass mehr Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen. Aber wer durch diese Aktion sieht, wie tragisch die Situation für die Flüchtlinge ist, wird für sie hoffentlich noch größeres Verständnis aufbringen, “ so Heidenblut. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Irak sieht der Abgeordnete dringenden Handlungsbedarf bei der Hilfe für Jesiden und Christen, die hier massiv verfolgt werden. Dabei ist für ihn allerdings eine Waffenlieferung in Krisenregionen keine Option.

Den Initiatoren der Aktion und den Begleiter/innen spricht er seinen ausdrücklichen Dank aus. Für den SPD-Politiker ist klar, dass sich Deutschland in der Flüchtlingsfrage engagieren muss. Das heißt, die Situation für die Flüchtlinge vor Ort zu verbessern, idealerweise Flucht und Leid generell zu verhindern, und Flüchtlingen einen sicheren Zufluchtsort zu bieten. Ausdrücklich begrüßt er daher auch das Engagement von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der in den Krisenregionen unermüdlich versucht, Lösungen zu finden.

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