Kampmann

Internationaler Tag der Flüchtlinge

Christina-Kampmann

von Christina Kampmann MdB

Heute ist Weltflüchtlingstag. An diesem Tag wird an Millionen von Menschen gedacht, die täglich ihr Leben aufs Spiel setzen und ihr Zuhause, Freunde und Familie hinter sich lassen müssen, um sich eine sichere und bessere Zukunft zu ermöglichen.

Den Angaben von UNHCR zufolge sind weltweit mehr als 40 Millionen Menschen auf der Flucht. Konflikte, Kriege und Gewalt in Syrien, Irak, Zentralafrika und anderswo auf der Welt treiben die Menschen in die Flucht. Die meisten von ihnen bleiben dabei im eigenen Land oder flüchten in die Nachbarländer. Die wenigsten von ihnen erreichen die Grenzen der Europäischen Union oder Deutschland. Wie viele von ihnen auf der Flucht ihr Leben verlieren, ist ungewiss. Wir werden immer wieder an ihr Schicksal erinnert, wenn bei Katastrophen wie im Oktober 2013 vor Lampedusa hunderte von Flüchtlingen, unterwegs auf seeuntüchtigen Booten, im Mittelmeer ertrinken.

Katastrophen wie die vor Lampedusa, aber auch die Situation der Flüchtlinge weltweit sind für die SPD nicht hinnehmbar. Wir setzen uns dafür ein, dass die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation in den Herkunftsländern verbessert wird, damit die Menschen nicht flüchten müssen. Auch fordern wir, dass an den Außengrenzen der EU, vor allem in Mittelmeer und an der türkisch-griechischen Grenze die Menschenrechte und völkerrechtliche Verträge eingehalten werden. Der syrische Bürgerkrieg erfordert zumal unsere besondere Aufmerksamkeit: Hier hat Deutschland bereits Verantwortung übernommen und auf Bundesebene die Aufnahme von insgesamt 20.000 syrischen Flüchtlingen beschlossen.

Bei all den Debatten um Zahlen, Kontingenten und Gesetzesvorhaben dürfen aber die Menschen hinter den Zahlen, die Flüchtlinge selbst, nicht vergessen werden. Das Motto des diesjährigen Weltflüchtlingstages lautet: „Jeder Flüchtling hat seine eigene Geschichte“: Eine Geschichte von Gewalt, Verlust, Flucht und Gefahren, aber auch eine Geschichte von Mut und Hoffnung. Eine einzigartige Geschichte, die es sich zu erzählen lohnt, und die unseren Respekt verdient.

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