Michaela Engelmeier

Gedenken an Olympia 1972

michaela_engelmeier-heite_presse__gross_02Der Bund beteiligt sich an den Kosten für die Errichtung eines Gedenkraums für die Opfer des Anschlags auf die Olympischen Spiele 1972, das hat der Haushaltsausschuss mit Bezug auf den Einzelplan des Bundesinnenministeriums beraten, sagt Michaela Engelmeier.

„Wir sind froh und dankbar, dass der Haushaltsausschuss 350.000 Euro für die Errichtung eines Gedenkraums für die 1972 beim Anschlag auf die olympischen Spiele getöteten israelischen Sportler bereitstellt.

Zwar gibt es eine Gedenktafel mit den Namen der Opfer am Ort der Geiselnahme, Connollystr 31, und ein Denkmal im Olympiapark München. Hier werden allerdings nur die Namen der Opfer vermerkt, ohne weitere Einordnung und Erklärung der Geschehnisse. Der geplante Erinnerungsort, dessen Ausstellungsfläche 100 bis 200 Quadratmeter umfassen wird, soll kein Museum im herkömmlichen Sinn werden, sondern ist als frei zugänglicher pavillonartiger Ausstellungsort im Olympiapark gedacht. Im Mittelpunkt werden das Ereignis des Attentats selbst sowie vor allem die Biografien der Opfer stehen.

Einen Gedenkraum mit Erklärungen zu den damaligen Ereignissen und eine Erinnerung an die Sportler, sowie den deutschen Polizisten, der bei der missglückten Befreiungsaktion ebenfalls starb, ist richtig und wichtig. Gerade angesichts der Tatsache, dass sich das Internationale Olympische Komitee nicht zu einer Schweigeminute im Rahmen der Olympischen Spiele in London 2012 durchringen konnte, freuen wir uns über dieses Zeichen seitens des Bundes, des Freistaats Bayern und der Stadt München.

Mit der Finanzierungszusage des Bundestags kann das insgesamt rund 1,7 Millionen Euro teure Konzept für den Gedenkraum umgesetzt werden. Eröffnung soll im September 2016 sein.“

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