Frank-Schwabe

Kein Fracking auf absehbare Zeit in Deutschland

Frank-SchwabeFracking wird es auf absehbare Zeit in Deutschland nicht geben. Die Forderungen des Koalitionsvertrags nach einer nicht wassergefährdenden Lösung sind schlichtweg nicht gegeben. Alle Versprechen einer solchen Lösung sind nachweisbar gebrochen worden, erklärt Frank Schwabe.

„Über ein ins Gespräch gebrachtes behördlich und wissenschaftlich begleitetes Probevorhaben kann durchaus dann nachgedacht werden, wenn Fracking ohne wassergefährdende Stoffe möglich ist. Aber erst dann. Ein solches Vorhaben würde von einem intensiven öffentlichen Beteiligungsprozess begleitet werden, unser Wissen über die Auswirkungen von Fracking deutlich erhöhen und neue Entscheidungen in alle Richtungen ermöglichen. Im Lernprozess sind wir noch eher am Anfang als am Ende. Zur Eile besteht weiterhin keine Notwendigkeit.

Die Gaswirtschaft sollte ein Interesse an einem geordneten Verfahren haben, das höchste Sicherheitsmaßstäbe in den Mittelpunkt rückt. Nur so sind bisherige konventionelle Gasförderungen mit ergänzendem Fracking zu ermöglichen. Neues Fracking im Schiefergestein wird es im Gegenzug jetzt nicht geben. Insofern ist Fracking sicherlich nicht die Antwort auf die Krise mit Russland.

Fracking ist die Lösung auch deshalb nicht, weil diese Förderung heute gar nicht zur Verfügung stünde und die realen wirtschaftlichen Fördermöglichkeiten im Bezug zur vorhandenen Menge durchaus begrenzter sind als oft suggeriert wird. Wer allerdings perspektivisch unabhängiger von fossilen Energieträgern werden will, muss vor allem auf eine konsequente Energiewende setzen, die bisherige heimische Förderung unter hohen Umweltauflagen weiterentwickeln und die Importanteile noch stärker auf mehrere Länder verteilen.“

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