Stefan Schwartze

Schnelle Hilfen für die Hebammen

Schnelle Lösungen für eine faire Vergütung und bezahlbare Versicherungen – das ist es, was die Hebammen in Deutschland brauchen. Viele freiberufliche Hebammen können sich steigende Berufshaftpflichtprämien nicht mehr leisten und entscheiden sich zunehmend gegen die Ausübung der Geburtshilfe. Es gilt die flächendeckende Versorgung im Bereich der Geburtshilfe sicherzustellen und damit die Wahlfreiheit des Geburtsortes zu garantieren, erklären Sönke Rix und Stefan Schwartze.

„Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, damit das Haftungsrisiko im ärztlichen und nicht-ärztlichen Gesundheitsbereich von mehreren Schultern getragen wird. Aus finanziellen Gründen geben viele Hebammen auf. Geburtshäuser und Geburtsstationen in einzelnen Krankenhäusern schließen. Die schwangeren Frauen verlieren damit ihr Recht auf freie Selbstbestimmung des Geburtsortes. Zudem müssen sie vor allem in ländlichen Regionen oft viele Kilometer zurücklegen, um zum nächsten Krankenhaus mit Geburtsstation zu gelangen.

Seit mehreren Jahren sind die Prämien der Berufshaftpflichtversicherungen enorm gestiegen. Die nächste Steigerung auf dann 5091 Euro ist für 2014 bereits angekündigt. Eine Versicherung hat jetzt angekündigt, zum 1. Juli 2015 aus dem Versicherungskonsortium für Hebammen auszusteigen. Mit ihren Honoraren können Hebammen diese Summe nicht mehr tragen. Damit verschärft sich die Situation der Versorgung von Frauen durch freiberufliche Hebammen bei der Geburt.“

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