Joachim-Poss

Hüther (IW): Ökonom oder tiefschwarzer Gesinnungstäter?

Zu den Äußerungen von Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (Passauer Neue Presse) erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poß:

Mit der Empfehlung an die Oppositionsparteien, ihre Wahlprogramme zu überarbeiten, stellt sich IW-Chef Hüther selbst ins Abseits. Hüthers Einschätzungen der Entwicklung des Haushalts erfolgen offensichtlich mit Blick durch die tiefschwarze Brille. Damit verlässt er die Rolle des unabhängigen Ökonomen und degradiert sich zum Wahlkampfhelfer für
Schwarz-Gelb.

Die Betrachtung Hüthers, der Staatshaushalt werde sich automatisch stabilisieren, ist realitätsfern. Sie lässt völlig außer Acht, dass es enorme Finanzierungslücken in den Bereichen Infrastruktur und Bildung gibt. Hier sind in den nächsten Jahren große Anstrengungen erforderlich, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu gefährden.

Im Übrigen hat ja Schwarz-Gelb trotz höchster Steuereinnahmen weiterhin Schulden gemacht.

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